Das Projekt

Hintergrund

Seit dem Mittelalter prägen Streuobstwiesen das besondere Landschaftsbild der Fränkischen Schweiz. Diese naturnahen und extensiv von Hand bewirtschafteten Streuobstwiesen mit alten Hochstammsorten wie der Schafnase sterben langsam aus. Für diese urfränkische und leckere Apfelsorte sowie für weitere Pflanzenarten fehlt das Interesse, oft wegen einer schlechten Wirtschaftlichkeit.

Noch ernster ist die Lage bei regionalen, alten Tierrassen wie dem Coburger Fuchsschaf oder dem Ansbach-Triesdorfer Rind.

Der Genpool der alten Sorten und Rassen wird täglich immer kleiner und letztendlich drohen diese regionalen Schätze Frankens komplett auszusterben.

Daher tun engagierte Einzelpersonen ihr Möglichstes, um in der Region Nordbayern diese alten Sorten und Rassen zu erhalten. Das ist jedoch schwierig, vor allem wenn dies meist alleine, ohne Austausch oder Kommunikation mit anderen Zückern und Anbauern, stattfindet.

Das Netzwerk

Das Netzwerk „Schätze Frankens“ wurde deshalb 2017 von der Umweltstation Lias-Grube in Eggolsheim/Oberfranken gegründet mit dem großen Ziel, eine Kommunikationsplattform für Züchter und Anbauer zu bieten, die alte fränkische Nutzpflanzen- und Nutztiersorten schützen und erhalten wollen.

Somit wollen wir dem Aussterben der alten regionalen Haustierrassen und der alten Obst- und Gemüsesorten Nordbayerns mit allen Kräften entgegenwirken.

2018 führte die Umweltstation das Netzwerk zuerst im Rahmen des Projekts „Frankens Schätze: Streuobstwiese“ weiter. Ab 2021 knüpft das Projekt "Streuobstwiesen schätzen und schützen" an die bisherige Arbeit an mit dem Ziel, "Schätze Frankens" weiter auszubauen und mehr in die Öffentlichkeit zu rücken. Beide Projekte wurden/sind gefördert vom Bayerischen Staatsministerium für Umwelt- und Verbraucherschutz.

Die Schatzkarte

Unsere interaktive Karte mit Angeboten und Gesuche sowie Veranstaltungen ist eine kostenlose Datenbank für die Allgemeinheit. Angebotenes und Gesuchtes wird im Marktplatz zusammengefasst. Man untergliedert hier zwischen Streuobstwiesen, seltenen Tierrassen, Planzen und Samen und Brachflächen. Die Karte kann von jedem schnell und einfach mitgestaltet werden.

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